|
TEIL
I LAGEBERICHT
2011-2012
TEIL
II Das "Goldene" Zeitalter
In jener Zeit, da das naturgewollte Wirken in höchster Form noch
auf der Erde herrschte, schätzte man nicht Weisheit hoch und fragte
nicht nach Fähigkeit. Der Herrscher glich einem Baume, der mit
seinen Zweigen alles schirmt, das Volk war wie die Rehe, die sich
unter seine Krone schmiegen. Die Menschen waren rechtschaffen und
gerade, ohne zu wissen, was Pflicht ist. Sie liebten ihren
Nächsten, ohne zu wissen, was Liebe ist. Sie waren treu, ohne zu
wissen, was Treue ist. Sie waren wahrhaft, ohne zu wissen, was
Wahrhaftigkeit ist. In aller Selbstverständlichkeit halfen sie
einander, ohne das als besondere Güte zu empfinden. Darum
hinterließen ihre Taten keine Spuren, und ihre Werke wurden nicht
der Nachwelt überliefert.
Dschuang-Dsi
|